Der Fahrradweg des Valsassina zieht sich über 12 km durch die grüne Talsohle, umgeben von den Bergen des Comer Sees.

Die gesamte mehr oder weniger ebene Strecke entlang des Flusses Pioverna, den man an einigen Stellen auf Holzbrücken überquert, ist asphaltiert und wird vor der Straße durch einen Holzzaun geschützt.

Die Tour kann man an verschiedenen mit dem Auto erreichbaren Stellen beginnen, hier einige Beispiele:

– in Barzio, Fornace, mit einem großen Parkplatz im Bereich der Sagra delle Sagre (Dorffest der Dorffeste)

– in Introbio, von Pasturo am Ortseingang, in der Nähe von Cademartori

– in Primaluna, die Via Caraletta herabfahrend, in der Gegend der Tennisanlage

– in Cortenova, an der Brücke die zum Prato S. Pietro führt und bei der Banca della Valsassina

– in Taceno, Tartavalle

– die Verbindung der Strecke Cortenova-Taceno in Bindo befindet sich in der Fertigstellungsphase (man muss den Fahrradweg verlassen und ein Stück auf der Straße fahren)

– die Gesamtlänge des Radwegs von Taceno (Ortschaft Tartavalle) bis Barzio (Ortschaft Fornace) beträgt etwa 13,8 km.

 

Längs der Strecke findet man Kioske mit Spielplätzen und einige Picknickbereiche.

Die Abtei von Piona, oder genauer gesagt das Priorat von Piona liegt auf der Halbinsel Olgiasca, vor Gravedona aus an der Spitze des Seeausläufers von Lecco.

Mit Aussicht auf den See kann man hier die Ruhe und den Frieden der Zisterziensermönche, die heute noch hier leben, genießen.

Auf einer Kieselstraße, die von der SP72 abzweigt, kann man mit dem Auto die Abtei erreichen, ein Beispiel eines Comaciner-Gebäudes aus behauenen Sichtsteinen, ein wahres Juwel der römischen Architektur der Lombardei. In der kleinen Kirche findet man noch die Reste antiker Fresken. Rechts von der Apsis steht der schöne vierkantige Glockenturm.

Sehenswert ist der Kreuzgang im Stil der Übergangsjahre zwischen der romanischen und gotischen Architekturkunst, der der Bezugspunkt der klösterischen Einrichtung, Ort der Stille und der Gebete, ist. Der Kapitelsaal, auf der Ostseite des Kreuzgangs, wird auch heute noch von den Mönchen verwendet.

Ein wundervoller Spazierweg mit einem herrlichen Ausblick, führt umrahmt von hohen Zypressen zum See. Ausflügler erwartet hier ein Kiosk.

 

Photo Credits: Aldo Taborelli, Paolo Bosca a Sonia Poncia.

Die Villa Monastero in Varenna ist ein historischer Wohnsitz des Comer Sees, der sich mit seiner wundervollen Position, dem herrlichen Garten, dem Kongresszentrum und den zahlreichen bedeutenden Events auch international einen Namen gemacht hat.

Das Hauptgebäude ist das Museumshaus, in dem in 14 Sälen die Zeugnisse ausstellt werden, die die Besitzer im Laufe der Jahre zurückgelassen haben. Seit dem neunzehnten Jahrhundert ist die Villa bewohnt und wurde von Persönlichkeiten des italienischen und europäischen kulturellen und künstlerischen Panoramas frequentiert. Die vollständig eingerichteten Räumlichkeiten, vom Billardzimmer, über das Musikzimmer, nicht zu vergessen der Salon Mornico und das herrschaftliche Schlafzimmer, sollte man sich keinesfalls entgehen lassen.

Der botanische Garten mit den vielen heimischen und exotischen Baumarten erstreckt sich über fast 2 km von Varenna bis Fiumelatte.

Villa Monastero ist im Besitz der Provinz Lecco. Man kann die Villa mit Eintritt zu den Gärten oder zu den Gärten und dem Casa Museo (Musseumshaus) besuchen.

Der Glockenturm der Kirche S. Nicolò in Lecco, der nicht an die Kirche angrenzt, ist der zweithöchste Glockenturm in Italien und gehört zu den höchsten Europas. Seiner besonderen Form verdankt er auch seinen Spitznamen “Der große Bleistift”.

Dank eines Projektes mit dem man dieses Monument unterstützen möchte, kann man ihn an einigen Tagen nach Reservierung besuchen.

Eine Führung im Glockenturm ist eine kulturell und historisch interessante Erfahrung: Vom Balkon der Glockenturmzellen hat man einen Rundblick auf die Berge, den See und Lecco. In der Glockenturmzelle befinden sich 9 be-moll Glocken; die Hauptglocke wiegt 27 Zentner.

Neben dem Glockenturm sollte man aber auch die Basilika S. Nicolò, die bedeutendste Kirche der Stadt, besuchen. Vor der Kirche mit einer Fassade im neoklassischen Stil liegen eine wundervolle Treppe und ein weitläufiger Kirchenplatz. Die drei Kirchenschiffe mit den Seitenkapellen und Kuppelgewölbe sind mit Fresken verziert und beherbergen zwei gut erhaltene Pfeifenorgeln.

Die Festung von Fuentes ist eine spanische Festung aus dem XVII. Jahrhundert, die von Pedro Enriquez de Acevedo Conte di Fuentes erbaut wurde, um sich vor den Expansionsanwandlungen der Republik der Drei Bünden (die modernen Schweizer Graubünden) zu schützen, die ihre Herrschaft von Valtellina und Valchiavenna bis hin zum oberen Comer See erweitern wollten.

Sie wurde auf der Anhöhe von Montecchio Est erbaut und überragte den Naturpark Pian di Spagna; sie ist eines der noch vorhandenen Zeugnisse der spanischen Herrschaft, die von Manzoni in seiner Erzählung „Promessi Sposi“ (Die Brautleute) beschrieben wurde. Die „Rufe“ von denen man im Roman spricht, sind die des Grafen di Fuentes. 1796 wurde sie von den Truppen Napoleons zerstört.

Sehen Sie auch die Festung von Montecchio Nord.

In den Orten Parlasco und Taceno wurden 2007 zwei Freskenzyklen verwirklicht: Im Ersten wird die sagenumwogene Geschichte von Lasco dem Gangster von Valsassina erzählt, im Zweiten werden die alten traditionellen Berufe dargestellt.

Die Straßen von Parlasco sind ein Art Freilichtmuseum das die Geschichte aus dem XVII. Jahrhundert des Romans von A. Balbiani erzählt. Auch der Name des Ortes steht in Verbindung mit Lasco: Die Legende erzählt von Sigifredo Falsandri, Graf von Marmoro, der am Tag ein von allen verehrter Wohltäter war, der sich den Hilfsbedürftigen annahm, nachts aber zu einem Räuber und Verbrecher wurde.

In dem Ortsteil Corenno Plinio von Dervio liegen der charakteristische befestigte Ort der in den Felsen geschlagen wurde und die gleichnamige mittelalterliche Burg.

Die Ortschaft zieht sich um die Burg und die Kirche, die auf der Spitze der Landzunge liegt, mit einem unglaublichen Blick auf den See.

Auf dem Weg hoch in den Ort trifft man auf die antiken Patrizier-Villen und über die steilen Treppen, mit den charakteristischen in den Fels geschlagenen Stufen, erreicht man die Piazza mit Kopfsteinpflaster.

Im X. Jahrhundert wurde auf den Resten der alten Burg die Festung erbaut, die nicht als Wohneinheit sondern nur zur Verteidigung diente. Sie hat eine Stadtmauer mit Zinnen und ist ein typisches Beispiel für ein Festungsdorf, das heißt eine Festung die im Fall von Angriffen zum Schutz der Bevölkerung diente. Die Mauer verfügt über zwei Türme, einen im Inneren offenen Wachturm sowie eine quadratische Turmkonstruktion.

Die Kirche S. Tommaso di Canterbury, mit antiken Fresken und einem Kirchplatz mit gotischen Skulpturen und Bögen, sollte man sich keinesfalls entgehen lassen.

Anfang September wird ein Mittelalterfest mit historischen Kostümen und Musik, Ritterspielen, einem Schauspiel über die Landung des Kaisers Rotbart und Führungen in die Festung und den Ort veranstaltet.

Im ethnographischen Museum in Premana wird eine umfangreiche Kollektion von antikenWerkzeugen, Kleidern und Gebrauchsgegenständen ausgestellt.

Dabei handelt es sich um antike Zeugnisse des Ackerbaus, der Viehzucht und des materiellen und wirtschaftlichen Lebens in Premana und dem Alta Valsassina.

Besonders interessant sind der Gemeindesaal, in dem die traditionelle Tracht ausgestellt wird, die auch noch heute getragen wird, und der Nachbau einer typischen antiken Kirche.

Im Landwirtschaftssaal werden auf originelle Weise die verschiedenen Werkzeuge und das Leben auf dem Land dargestellt.

Hervorzuheben ist auch der Eisensaal, indem die Besucher die historischen Stationen der Eisenbearbeitung rund um Premana, das auch heute noch bekannt als Ort der Scheren und Messer ist, verfolgen können.

Das Museum liegt in einem schön angelegten Garten mit einem Spielplatz für Kinder.

Orrido di Bellano ist ein natürlicher Wasserfall der sich in der Antike aus dem Sturzbach Pioverna formte und nach dem Valsassina in den Comer See mündet.

Im Laufe der Jahrtausende hat das Wasser eine tiefe Schlucht gegraben und die Bergfelsen zu einem düsteren, eindrucksvollen Ambiente werden lassen.

Das dumpfe Rauschen des turbulenten Wassers und die wilde Schönheit der Natur haben seit jeher mysteriöse Erzählungen und Legenden hervorgebracht und auch heute noch sind diese Orte von einem Schleier des Geheimnisses umgeben.

Cà del Diavol wird in der Vorstellung der Menschen immer mit Ängsten und Schwarzen Messen in Verbindung gebracht und stärkt so das Mysterium das von Orrido ausgeht.

Besucher können auf einem Laufsteg aus Zement die steilen Felsen überwinden und die Faszination dieser Orte genießen.

Orrido kann ganzjährig besucht werden. Und an heißen Sommertagen kann man sich in der Frische der Schlucht erholen.

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